Das Ende der Geschichte ist nicht das Ende der Welt.

Sie wandern von einem Medium ins nächste, wechseln Perspektive, Form und Zeit. Sie werden erzählt, gespielt, gezeichnet, vertont, verworfen und neu entdeckt. Was an einer Stelle abgeschlossen scheint, kann an einer anderen seinen Anfang nehmen.

Tausend Tore ist ein Kreativkollektiv für solche Welten.

Wir begreifen Geschichten nicht als einzelne Werke, sondern als Räume, die sich auf unterschiedliche Weise erschließen lassen. Ein Buch kann der Anfang sein. Ein Spiel. Ein Bild. Ein Klang. Ein Fragment. Keines davon ist die Welt selbst. Jedes ist ein anderer Zugang.

Tausende.

WERKE

01

MALMSTURM

Alles Geschichte. Alles Geschichten.

Malmsturm ist eine originär deutsche Sword-&-Sorcery-Rollenspielwelt. Die offizielle Projektwebsite malmsturm.de ist die zentrale Quelle für Setting, Regeln, Veröffentlichungen und aktuelle Projektinformationen.

Eine Welt, in der Geschichten nicht nur erzählt werden. Sie hinterlassen Spuren. Wille und Vorstellung, Ängste und Sehnsüchte, Gerüchte, Legenden und längst vergangene Taten formen die Wirklichkeit selbst.

Malmsturm ist Sword & Sorcery, die keine Angst vor Übertreibung hat. Laut, archaisch, dreckig, manchmal grotesk und immer eine Spur größer, wilder und maßloser, als es vernünftig wäre.

Wann hat dein Wort die Welt verändert –

In den Wünschen und Gedanken eines jeden entsteht diese Welt, mit all ihren Mächten, Monstern und Mythen. Für jeden mag die gesuchte Erkenntnis hinter dem nächsten Tor, die ersehnte Erlösung hinter dem nächsten Baum warten.

wo Bücher sprechen und Wälder denken?

Und bei allem geht es immer um Menschen.

Kampfszene aus Malmsturm, Illustration von Björn Lensig
Illustration: Björn Lensig
02

ENGEL

Was glaubst du?

Engel ist eine phantastische Rollenspielwelt über Glaube, Zweifel und eine postapokalyptische Zukunft. Die offizielle Projektwebsite schwingenkreuz.de ist die zentrale Quelle für Setting, die dritte Edition, Systeme und Veröffentlichungen.

Im 27. Jahrhundert ist Europa eine andere Welt. Fegefeuer ziehen über den Kontinent und hinterlassen verbranntes Land. Aus ihrem Schatten kommt die Traumsaat. Über den Menschen erhebt sich die Angelitische Kirche – und am Himmel tragen Engel mit weißen Schwingen den Krieg gegen den Widersacher.

»Wir schreiben das Jahr 2654.

Die Welt ist nicht länger die, die wir einst kannten. Furchtbare Krankheiten löschten einen Großteil der Menschheit aus. Tobende Fluten verschlangen die alten Küsten und trieben die Überlebenden näher zusammen. Riesige Flammensäulen brennen der Erde ihr dunkles Zeichen ein. Die schlimmste Gefahr aber droht aus der Tiefe der Erde: der Herr der Fliegen. In seinen Fieberträumen ersinnt er groteske Kreaturen, die uns Menschen dazu zwingen wollen, sich wie Getier vor ihnen zu verbergen.

Und all das geschah, weil wir den Einen Gott erzürnt haben.

Um den Herrn milde zu stimmen, untersagte die Angelitische Kirche, was uns dereinst selbst zu Göttern erheben sollte. Ein neuer, reiner Lebenswandel entstand unter dem wohlwollenden Blick Gottes.

Wir haben viel verloren und dennoch werden wir nicht aufgeben.

Denn Gott sandte uns Hoffnung in Form Seiner Engel. Mit übermenschlichen Kräften und unfassbarem Wissen dienen sie nun der heiligen Mutter Kirche im Kampf gegen die Traumsaat und gegen Ketzer, die noch immer dem verderblichen Einfluss der Vorzeit erlegen sind.«

— Johannes zu Gemmingen

Das jedenfalls ist die Wahrheit.

Eine davon.

Engel ist eine Welt über Glaube und Zweifel, Hoffnung und Herrschaft, über das, was Menschen für wahr halten – und darüber, was geschieht, wenn diese Gewissheiten ins Wanken geraten.

Engel im Kampf gegen die Traumsaat, Illustration von Katharina Niko (Tokala)
Illustration: Katharina Niko (Tokala)
UND AUSSERDEM.

DIE DUNKLEN FÄLLE DES HARRY DRESDEN

Manche Welten lassen einen einfach nicht los.

Wir sind Fans der Dresden Files. Von Harry Dresden, seinem Chicago und dieser wunderbaren Mischung aus Urban Fantasy, Noir, Magie und ziemlich menschlichen Problemen. Und wir mochten Dresden Files Accelerated so sehr, dass wir dieses Spiel auch auf Deutsch haben wollten.

Also haben wir es gemacht.

Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Ein Turbo-Fate-Rollenspiel ist die deutsche Ausgabe von Dresden Files Accelerated. Ein Lizenzprojekt – und eines, das ziemlich genau zeigt, dass wir nicht jede Welt selbst erschaffen müssen, um für sie zu brennen.

Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Dresden Files Accelerated in deutscher Übersetzung
Illustration: Lutz Winter · Gestaltung: Dominik Pielarski

Tausend Tore sind Menschen, die Welten erschaffen.

Wir schreiben und gestalten, zeichnen und entwickeln, spielen, verwerfen, diskutieren und fangen noch einmal von vorne an. Was uns verbindet, ist keine Disziplin und kein Medium, sondern die Lust daran, etwas entstehen zu lassen, das vorher nicht da war.

Uns interessiert nicht zuerst, welches Medium eine Idee braucht. Uns interessiert, was aus ihr werden kann.

Manche Welten beginnen am Spieltisch. Andere mit einem Text, einem Bild, einem Klang oder einem Gedanken, den niemand mehr loswird. Wir entwickeln sie weiter, bis sie die Form gefunden haben, die sie brauchen.

Wir machen nicht alles für jeden.
Wir machen Dinge, an die wir glauben.

Tausend Tore

Der Name Tausend Tore trägt eine Erinnerung in sich.

In Michael Endes Die unendliche Geschichte führen die Türen eines Tempels in unzählige Räume und Möglichkeiten. Für uns wurde daraus ein Bild für das Rollenspiel: Eine Tür führt in eine Welt, und was hinter ihr geschieht, entsteht erst durch die Menschen, die hindurchgehen.

Aus diesem Gedanken wurden Tausend Tore.

Inzwischen führen sie weiter als bis an den Spieltisch.

WORAN WIR GLAUBEN

Erst
die Idee.

Nicht jede Idee muss vernünftig sein. Nicht jede muss sich rechnen. Und ganz sicher muss nicht jede schon am Anfang wissen, was einmal aus ihr wird.

Wir denken Wirtschaftlichkeit mit. Aber nicht zuerst.

Eine Idee darf groß sein, unwahrscheinlich oder vollkommen vermessen. Wir finden lieber heraus, warum etwas nicht funktioniert, als es aus Vernunft nie versucht zu haben.

Kreativität über Kommerz.

Mit Herzblut
oder gar nicht.

Wir glauben an Sorgfalt. An Handwerk. An die Details, die wahrscheinlich niemand bemerkt und ohne die trotzdem etwas fehlen würde.

Dass wir vieles aus Leidenschaft tun, macht unseren Anspruch nicht kleiner.

Qualität vor Quantität.

Nicht für
jeden.

Wir glauben nicht an den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Unsere Werke dürfen eigensinnig sein. Unbequem. Seltsam. Schön. Widersprüchlich. Sie dürfen etwas verlangen und etwas hinterlassen.

Sie müssen nicht allen gefallen.

Aber sie müssen etwas bedeuten.

Gemeinsam.

Eine gute Idee wird nicht kleiner, wenn man sie teilt.

Wir streiten um Lösungen, verwerfen die eigenen Lieblingsideen, bauen auf den Gedanken anderer auf und übernehmen Verantwortung füreinander und für das, was wir gemeinsam erschaffen.

Tausend Tore ist kein Ort, an dem Menschen nebeneinander ihre Arbeit abliefern.

Es ist ein Kollektiv.

Der Empyrianische Atlas

Es heißt, ein Philosoph habe einst von Welten geträumt, die niemals waren.

Von Welten, die hätten sein können. Von solchen, die niemals hätten sein sollen. Und schließlich von solchen, die sich nicht einmal denken ließen.

Irgendwann begann er, sie aufzuschreiben.

Er verzeichnete ihre Orte und ihre Eigenheiten, die Wege hinein und die Wege zurück. Denn zwischen den Welten fand er Übergänge. Manche waren Tore. Andere Türen, Bilder oder Spiegel. Straßen und Flüsse. Worte, Werkzeuge oder Maschinen.

Und mit jeder Welt, die er fand, wurden es mehr.

Aus seinen Aufzeichnungen soll schließlich ein Werk entstanden sein, dessen Seiten keinen Anfang und kein Ende kennen.

Der Empyrianische Atlas.

Andere Überlieferungen widersprechen dem.

Sie sprechen von vielen Atlanten. Von Aufzeichnungen, die ein Leben lang wachsen. Kein Exemplar gleicht dem anderen. Und doch enthalten sie alle dasselbe: Wissen über andere Welten – und ihre Schlüssel.

Vielleicht sind beide Geschichten wahr.

Man sagt, jeder Band des Empyrianischen Atlas enthalte die Schlüssel zu tausend Toren jenseits des Hier und Jetzt.

Tausende.

Rede mit uns.

Idee. Frage. Zusammenarbeit. Unsinn.